![]() |
DEUTSCHLAND |
| Ohne Bienen keine Früchte |
Imker nutzen Winter für Saisonvorbereitung
28/01/2004
PFORZHEIM/ENZKREIS. Millionen von
Kindern sind ja angeblich mit der Geschichte von den Bienchen und
den Blümchen an die Geheimnisse der Fortpflanzung herangeführt
worden. Künftig könnte die Erzählung beginnen mit: "Es war einmal…"
Denn die Imker machen sich ernsthaft Sorgen um die Zukunft ihres
Hobbys. Der Grund: "Wir sind überaltert", stellt der Vorsitzende des
Bienenzüchtervereins Pforzheim/Enzkreis, Dieter Bolz, ganz nüchtern
fest. Das Durchschnittsalter der Imker in Baden-Württemberg liegt
bei 60,5 Jahren. Ihre Anzahl sinkt stetig.
Ohne Bienen keine
Früchte: Die Insekten haben bekanntlich eine ganz wichtige Funktion
in der Natur. Sie bestäuben Wild- und Kulturpflanzen insbesondere im
Frühjahr. Wenn sich aber keine Imker mehr um die emsigen Insekten
kümmern, sehen Bolz und seine Mitstreiter schwarz für die Zukunft.
Massive Ernteausfälle könnten drohen - in den USA sei das bereits
der Fall.
Dabei sei die Imkerei ein so erfüllendes Hobby,
berichtet Bolz. Honig schmecke lecker, sei gesund, und als Geschenk
aus eigener Produktion immer willkommen - sei es die süße Nascherei
oder Selbstgemachtes aus Bienenwachs. Man sei das ganze Jahr
beschäftigt.
Damit auch in Zukunft Bienenvölker durch
Pforzheim und den Enzkreis summen, gehen die Imker jetzt in die
Offensive. Sie bieten Interessierten an, sie beim Aufbau eines
Jungvolkes zu begleiten. Die Auftaktveranstaltung findet am Samstag,
6. März, während des gesamten Tages im Mühlehof in Mühlacker statt.
Grundlagen vermittelt Gerhard Liebig von der Landesanstalt für
Bienenkunde. Weitere Informationen bei Dieter Bolz, Telefon (0 72
31) 5 16 98.
Holger Knöferl